Brennholz selber machen – lohnt sich das?

Tipps & Tricks

Selbst in den Wald zu gehen und Brennholz zu machen klingt recht romantisch und verspricht eine willkommene Abwechslung zum bewegungsarmen Büro-Alltag.

Bevor du aber einen Baum fällen oder einen bereits geschlagenen Stamm zu Kaminholz verarbeiten darfst, benötigst du die Erlaubnis des zuständigen Försters. Dieser legt auch fest, welchen Baum du schlagen darfst. Das Holz musst du trotz deiner Eigenleistung natürlich bezahlen. Der Preis ist aber verständlicherweise deutlich günstiger, als der von kaminfertigem Scheitholz.

In deiner Kalkulation musst du aber auch Ausgaben für die unentbehrliche Schutzausrüstung inklusive Schnittschutzhose, Schutzjacke, Schutzbrille, Helm und Gehörschutz berücksichtigen.

Außerdem benötigst du eine benzinbetriebene oder eine Elektro-Kettensäge. Für deren Benutzung verlangen Förster und Waldbesitzer den Nachweis eines Motorsägenführerscheins. Diesen erhältst du am Ende eines Kurses, in dem du alles Wissenswerte rund um den richtigen und sicheren Umgang mit der Motorsäge erfährst. Auf eurem eigenen Grundstück benötigt ihr den Schein nicht.

Empfohlen wird der Schein trotzdem.

In der Regel kostet er maximal 50€. Am besten erkundigt ihr euch bei eurer Freiwilligen Feuerwehr/THW/etc. Diese bilden ihre Leute meist selbst aus oder können euch einen Ansprechpartner mitteilen.

Auch für das anschließende Holzspalten ist eine gute Ausrüstung unverzichtbar. Dazu gehören unter anderem eine spezielle Spaltaxt, rutschfeste Handschuhe und Schuhe mit Stahlkappen. Als Unterlage dient ein Holzklotz. Alternativ lässt sich Kaminholz mit einem strom- oder benzinbetriebenen Holzspalter hacken. Diese Maschinen erhältst du in vielen Baumärkten als Mietgeräte.

Fazit: Hast du Lust auf eine körperlich anstrengende Arbeit im Freien, wird es dir viel Freude bereiten, dein Brennholz selbst zu machen. Allerdings solltest du dir auch des nicht unerheblichen zeitlichen Aufwands und der Kosten für die Ausrüstung bewusst sein. Grundsätzlich ist das eigenhändige Schlagen von Spalten aber ein geeigneter Weg, um sich günstiges Kaminholz zu beschaffen.

6 gute Tipps, um günstig an Brennholz zu kommen

Trotz der steigenden Beliebtheit von Kaminholz sind die Preise in den letzten Jahren nur moderat gestiegen. Mit unseren Tipps zur Beschaffung von Brennholz heizt du auch in Zukunft besonders günstig:

  1. Du musst dein Scheitholz nicht unbedingt beim Brennstoffhändler kaufen. Eventuell kannst du es dir auch von Bekannten, Verwandten oder Nachbarn oder direkt aus dem Wald beschaffen.
  2. Mit einem Holzsammelschein darfst du gegen eine geringe Gebühr in bestimmten Waldgebieten Holz sammeln.
  3. Kaufe dein Brennholz antizyklisch im Sommer. Dann befinden sich die Preise in der Regel auf ihrem Ganzjahrestief.
  4. Beim Preisvergleich solltest du darauf achten, dass den verschiedenen Angeboten dasselbe Volumenmaß zugrunde liegt.
  5. Kaufe nur qualitativ hochwertiges Brennholz mit hohem Hartholzanteil, geringer Restfeuchte und ohne Schimmelbefall.
  6. Bei der Abnahme größerer Mengen profitierst du von Mengenrabatten und anteilig geringeren Lieferkosten.